Æ (George Russell) 1867-1935

Aphrodite/Aphrodite

Nicht bar der Erinnerung leben wir Verbannte abseits der sternenhellen Pfade:
eine zeitlose Stunde nahmen wir uns aus der langen Nacht endloser Tage.

Mit gemess’ner Fröhlichkeit schritten fern die Sterne auf elbischen Hügeln zum Tanz,
sacht atmet der Flieder im Zwielicht aus grünem und blauem und goldenem Glanz.

Noch hielt die nahende Nacht die Welt wie eine Ahnung umschlungen
und Einkehr hielten unsere sehnenden Herzen nach all ihren Wanderungen.

Es rief Schönheit nach Schönheit und auf des Zaub’rers Wink stiegen empor
die vergangenen Stunden der Liebe, die in den Unsterblichen brennen wie je zuvor.

Und süße, ewig junge Gesichter verbannten die Schatten von jenem Ort,
und bebend wie ein zarter Mottenflügel grüßte deine weiße Hand und war fort.

Oh, wer bin ich, mich kühn emporzurecken neben dieser Göttin der Abendsonnenträume?

Not unremembering we pass our exile from the starry ways:
One timeless hour in time we caught from the long night of endless days.

With solemn gaiety the stars danced far withdrawn on elfin heights:
The lilac breathed amid the shade of green and blue and citron lights
.
But yet the close enfolding night seemed on the phantom verge of things,
for our adoring hearts had turned within from all their wanderings:

For beauty called to beauty, and there thronged at the enchanter’s will
The vanished hours of love that burn within the Ever-living still.

And sweet eternal faces put the shadows of the earth to rout,
And faint and fragile as a moth your white hand fluttered and went out.

Oh, who am I to tower beside this goddess of the twilight air?

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